Arbeitstag Wald — Wie eine Brücke mehr als Holz verbindet
Der Morgen ist frisch, der Waldboden noch feucht vom Regen der Nacht. Unter den Bäumen herrscht konzentrierte Betriebsamkeit: Sägen singen, Stimmen rufen Maße durch, und ab und zu ertönt ein Lachen, wenn ein Brett genau passt. Es ist Arbeitstag — der Tag, an dem wir vom Kiwanis Club Solothurn den Waldplatz des ZKSK erweitern und instand setzen, damit die Kinder und Jugendlichen den Ort langfristig und wetterunabhängig nutzen können.
Praktisch, sicher, nachhaltig — das waren unsere Vorgaben. In der Praxis bedeutete das drei handfeste Projekte: eine neue Brücke über einen kleinen Graben, ein überdachtes Holzlager für trockenes Brenn‑ und Bauholz sowie ein stabiler Handlauf entlang eines steileren Abschnitts des Weges. Jede Massnahme hat einen klaren Zweck: Sicherheit erhöhen, Nutzung verlängern, Alltag erleichtern. Für die Teilnehmenden des ZKSK, die den Waldplatz wöchentlich nutzen, sind solche Verbesserungen unmittelbar spürbar. Dort wird gelernt, geübt und gelebt — am Feuer wird gesungen, über dem Feuer gekocht, und Ergo‑ sowie Physiotherapie sind fester Bestandteil der Waldmorgen. Viele kommen mit Zweirädern oder Spezialvelos; eine robuste Infrastruktur ist deshalb nicht Luxus, sondern Notwendigkeit.

Die Aktion wäre ohne starke Partner nicht denkbar gewesen. Misteli Haustechnik AG aus Aeschi (SO) übernahm die Materialkosten. Planung, Maschinen und fachliches Know‑how steuerten Markus Wälti (Powerhouse AG), Yves Hauri (Marti AG Solothurn) und Pascal Wertli (Jura Holzbau AG) bei. Vor Ort arbeiteten unsere Kiwanis‑Mitglieder Seite an Seite mit der AG Wald (Lehrerinnen, die die Kinder betreuen) und Teilen der Geschäftsleitung des ZKSK. Die Zusammenarbeit war geprägt von Pragmatismus und Respekt: kurze Absprachen, klare Aufgaben und immer wieder kleine Pausen, in denen Erfahrungen ausgetauscht wurden.
Ein besonders berührender Moment entstand, als wir die neue Brücke erstmals gemeinsam begingen. Nicht die Kinder, sondern wir Erwachsenen — Mitglieder des Klubs, Lehrpersonen der AG Wald und Mitarbeitende der Geschäftsleitung — testeten die Konstruktion, gingen die Planken ab, prüften den Handlauf und nickten zufrieden. Die Gesichter zeigten Konzentration, dann Erleichterung, zuletzt Stolz. Solche Augenblicke machten sichtbar, wofür der Aufwand betrieben wird: nicht nur für Holz und Schrauben, sondern für Teilhabe, Selbstvertrauen und Alltagserleichterung, die die Kinder bald erleben werden, wenn sie den Platz wieder nutzen.
Dank und Nachhaltigkeit: Die Materialkosten wurden durch eine externe Firma übernommen, nachdem wir im vergangenen Jahr einen internen Wettbewerb durchgeführt hatten. Dieses Modell — lokale Initiative plus externe Unterstützung — zeigt, wie gemeinnütziges Engagement Hebelwirkung entfalten kann. Ein herzliches Dankeschön gilt allen Helferinnen und Helfern sowie der AG Wald des ZKSK, die uns mit Verpflegung versorgte.
Ausblick: Der Waldplatz ist jetzt besser gerüstet für Wind und Wetter. Für die Kinder und Jugendlichen bedeutet das: verlässlichere Angebote, mehr Praxis und mehr Naturerfahrung. Für uns vom Kiwanis Klub Solothurn bedeutet es: ein sichtbares, nachhaltiges Projekt, das zeigt, wie lokale Zusammenarbeit Leben verbessert.
Kiwanis Club Solothurn, 23.02.2026 MK








